Einkommen

Die einzig logische und menschlich verantwortungsvolle Lösung liegt darin, das gesamte Modell „Arbeit für Einkommen“ stufenweise über Bord zu werfen, die Menschen der Markt-Wachstumslogik zu entziehen, und eine neue Form der ökonomischen Interaktion anzugehen.
Die Meinungen klassischer Leistungsgesellschaftler sind in der Einkommensdebatte zwar nachvollziehbar, aber in Zukunft schon aus rein wirtschaftlichen Gründen nicht mehr haltbar. Das primäre Problem besteht darin, dass 2/3 des gesamten Gemeinwohls aus der Besteuerung menschlicher Arbeit und menschlichem Konsum finanziert werden. Der demografische Wandel und die Erwartung von 25-45% [Erwerbs-] Arbeitslosigkeit bis 2035, als logische Folge der neoliberalen Wirtschaftsdynamik, lösen das gesamte soziale Pyramiden-Modell in Luft auf.
Egal wie man es zukünftig nennen möchte, das gesamte Sozialsystem muss umgebaut werden. Im Gegensatz zum letzten 2010er-Fehlversuch diesmal im Interesse der Menschen und nicht gegen diese. Das [bedingungslose] Grundeinkommen wird kommen, und das Modell der bürokratisch-kontrollierten Umverteilungswalze ablösen, die immer ungerechter wird.
Es kann nur noch um die zu wählende Art der Finanzierung [nicht um ein “ob”], den gesamten Umbau des Steuersystems, weg von der Besteuerung der Erwerbsarbeit gehen. Alternative Konzepte, wie z.B. die Digitalisierungsdividende u.a. müssen Tabu-frei breit gesellschaftlich diskutiert werden, und der Beginn der stufenweisen Umstellung beschlossen werden – Je schneller, desto besser und vorausgesetzt man möchte diesen Satz unterschreiben: Das Wohlergehen der Menschen steht im Mittelpunk und bildet die Grundlage für eine gesunde demokratische Gesellschaft. Profit ist niemals wichtiger als Menschenwürde.

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