Globalisierung

“Kein Mensch ist eine Insel, jedes Menschen Tod betrifft mich, denn ich bin Teil der Menschheit, darum frage nie, wem die Stunde schlägt, sie schlägt dir selbst.” – John Donne.

Vor dem Hintergrund der Globalisierung muss die Priorität die physische und psychische Entwaffnung der Menschen sein. Beides findet überhaupt nicht [mehr] statt – im Gegenteil. Frieden im Leben und im Geist kann nur durch das Herausarbeiten der verbindenden Elemente erreicht werden, nicht durch das ständige Wiederholen der trennenden Elemente. Daraus entstehen immer nur Angriff, Verteidigung, Angst und Rache. Wie immer hapert es an der Psyche, nicht an Lösungen: Ein Verbot und die weltweite Zerstörung von Waffen, ein sofortiges Ende der Produktion sowie deren Im- und Export, ist der bekannte erste Teil der Lösung.

Der zweite, eher unerwähnte Teil ist die gleichzeitige bedingungslose Herstellung der Autarkie von Staaten, Regionen und jedes einzelnen Menschen, innerhalb dieser Gruppen. Kein Staat, keine Region der Welt hat es bisher geschafft [wieder] vollkommene Autarkie zu erreichen. Es wurde in den letzten Jahrhunderten auch noch nie versucht, da bis heute immer noch das Märchen vom friedlichen “Wandel durch Handel” erzählt wird, der exakt das Gegenteil erzeugt [ein Blick auf die Seite von Oxfam genügt].

Staaten oder Regionen, die nicht vollständig autark sind, sind innerhalb dieser herrschenden Handelslogik niemals frei, da es ihnen immer an irgendetwas mangelt, was sie wiederum hochgradig abhängig voneinander macht. In dieser Logik wird man entweder Teil der Eroberer oder der Eroberten, und die Mehrheit geht permanent egoistische Kompromisse ein, die ein ethisches Handeln und die Wahrung der Menschenrechte immer mit Füßen treten werden.

Es existieren die transnationale Konzerne, die global-dynamisch profitabel im eigenen Interesse agieren, wobei sie das Wohlergehen von Menschen noch nie interessiert hat. Die staatlichen transnationalen Organisationen, als Vertreter ihrer Völker [UNO, OSZE, WHO, WTO etc.] haben entweder komplett vergessen, für wen sie arbeiten, oder sie haben die Rolle des müden Mahners eingenommen/zugewiesen bekommen. Die Arbeit für die friedliche globalisierte Menschheit übernehmen zivilgesellschaftliche Kooperativen. Der Widerstand wird von aufgekärten global vernetzten Einzelkämpfer-Gruppen organisiert.

So agieren die wenigen, sich weltweit staatlich-kommerziell bekämpfenden geistig Verwirrten, gegen die mehrheitlich geistig gesunde Bevölkerungen, und nehmen diese in kollektive Geiselhaft. Der [staatliche] Masterplan für den Frieden heißt: Herstellung weltweiter regionaler Autarkie der Menschen – das Zauberwort ist nicht handeln, sondern geben. Dann setzen sich auch die Mehrheiten innerhalb der besagten Organisationen wieder durch.

Deutschland und ganz Europa könnten sofort beginnen, und ein gemeinsames erneut zusammenschweißendes Projekt beginnen. Z.B. morgen auf Augenhöhe die europäische Sozial-, Energie-, Agrar- und Verkehrswende in die Umsetzung bringen. Wir müssten nur die Dynamik der gegenseitigen Erpressung verlassen. Das hätte in der Globalisierung wahre europäische Strahlkraft.

Es wird niemals politische Mehrheiten für einen global notwendigen Klimapakt und eine Reduzierung des Ressourcenverbrauchs geben, wenn die Bürger nicht den Eindruck haben, dass die Lasten fair auf alle Schultern verteilt werden – Ohne lokale und nationale Gerechtigkeit, ist globale Gerechtigkeit nicht möglich!

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