Menschenrechte

Der friedliche Geist der Brüderlichkeit wird heute systematisch und kontinuierlich korrumpiert, und damit außer Kraft gesetzt. Die Wahrung und Einhaltung der Menschenrechte kann nur mit dem dauerhaften Beenden von Unausgeglichenheit zwischen Menschen, Völkern und Staaten gelöst werden. Das Leben in Würde, Recht und Freiheit setzt nachhaltige Autarkie und Sicherheit voraus. Die erreicht man weder mit moralischen Appellen noch mit Krediten und Waffenlieferungen.

In der neoliberalen Logik muss alles gekauft und erkämpft werden – selbst das, was weltweit als Geburtsrecht der Menschheit, sprich Menschenrecht, gilt. Aus dieser Perspektive wird man eben nicht generell mit Menschenrechten geboren, sondern generell eher ohne sie. Dieses Weltbild wird zunehmend besorgniserregend von Staatsregierungen übernommen. Dieselben Staatsregierungen, die gleichzeitig für die Verletzung, als auch den Schutz der Menschenrechte verantwortlich sind.

Sie haben vor langer Zeit damit begonnen Menschenrechtsverletzungen [neoliberal] zu bemessen, und rechnen sie sich gegenseitig in Quantität – Anzahl und Umfang, bei gleichzeitiger Kosten-Nutzen-Abwägung – vor. So kommt man zu humanistisch widerwärtigen Ergebnissen, und zur Erklärung des herrschenden Chaos’ auf dem Planeten. Wann immer eine Staatsregierung Ungerechtigkeiten oder Menschenrechtsverletzungen anprangert, und nicht aktiv wird, kann relativ sicher davon ausgegangen werden, dass die neoliberale / strategische Kosten-Nutzen-Rechnung nicht stimmt. Mit echten Werten, Menschen und deren [Lebens-] Qualität hat das nichts zu tun!

Das Wohlergehen von Menschen muss von den macht-wirtschaftlich getriebenen, geopolitisch strategischen Kämpfen entkoppelt werden. Dieser Kampf ist vielleicht so alt wie die Menschheit, aber die Lebensbedingungen haben sich geändert. Es herrscht kein tatsächlicher Mangel mehr, sondern Überfluss. Die wenigen Dinosaurier in ihren Machtpositionen müssen endlich vom kooperativen Zeitgeist des 21. Jahrhunderts in den Ruhestand geschickt werden. An ihre Stelle müssen die Ausweitung und Stärkung global-regionaler [Städte-] Partnerschaften treten. Menschenrechtsorganisationen helfen dabei bestimmt gern.

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