Wie eine Organisation oder ein Unternehmen, setzt sich auch eine Gesellschaft aus den unterschiedlichen Werten und Interessen der Menschen zusammen. Das verbindende Element ist das gemeinsame Ziel. Unser gemeinsames, gesellschaftliches Ziel steht im Grundgesetz und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Im direkten Vergleich mit dem Ist-Zustand [der Welt] wird es immer deutlicher, dass der eingeschlagene Weg mit Anlauf und geradewegs in den Kollaps führt.

Weltweit existieren Millionen von Initiativen, Unternehmen, Organisationen und Aktivisten, um dieser zerstörerischen Turbo-Entwicklung ein Ende zu setzen.

„Wir machen das jetzt einfach“ ist die richtige Devise. Die Enttäuschung und das verloren gegangene Vertrauen, dass dies durch die herrschende Politik realisiert werden wird, wächst zunehmend an. Dass sich so auch die gesellschaftliche Spaltung, und die Isolation von Bevölkerungsschichten untereinander sowie zwischen ihren Volksvertretern manifestiert, mündet in der anti-solidarischen Mentalität „Wir gegen die, sie gegen uns“. Das ist verständlich, aber wenig zielführend.

In der deutschen Parteien-Republik müssen die entstandenen Grenzen zwischen Politik und Bevölkerung fallen. Die Kooperativen von Aktivisten müssen sich noch viel intensiver mit Politikern und Journalisten vernetzen, und gemeinsam einfach machen. So schwierig das Auflösen von Schubladendenken für den einen oder anderen sein mag, wir kommen nicht drum herum. Man sollte damit aufhören eine Parteienzugehörigkeit überzubewerten, und politische Handlungen einem festen Lager zuordnen zu wollen. Die CDU schaltet Atomkraftwerke ab, die SPD schränkt das Streikrecht ein und mit Yogamatten unter dem Arm kommt man nicht weit.

Aussagen und Entscheidungen von Amtsinhabern und Parteiführungen repräsentieren ihre Mitglieder mittlerweile oft so, wie der Typ im Urlaub seinen Platz am Pool mit dem Handtuch reserviert und dabei weisse Socken trägt, die Deutschen repräsentiert.

Das alles kann man beklagen, oder einfach zur Kenntnis nehmen und ändern. Die Demokratie der Zukunft kann und wird aus aktiven mündigen Weltbürgern bestehen, nicht aus einer passiv konsumgesteuerten Steuerzahler-Herde. Dafür brauchen wir eine starke gemeinsame Öffentlichkeit, die miteinander auf Augenhöhe agiert.

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